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A-2 Wiedereinführung 1988
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General "Hap" Arnold beendete 1942 mit einem Federstrich die militärische "Karriere" der A-2
Fliegerjacken. "Get something better" befahl er. In erster Linie sollte eine wärmere Jacke
die Nachfolge der legendären A-2 antreten.
Im Juli 1943 wurde die A-2 ausgemustert und fortan wurden B-10 Baumwoll-Fliegerjacken ausgegeben,
die wiederum Anfang der fünfziger Jahre durch Nylon-Fliegerjacken ersetzt wurden.
Die Wiedereinführung der A-2 Fliegerjacke war hingegen 1988 ein komplizierter Akt. Ende der
achtziger Jahre herrschte ein strikter Sparkurs bei der US Air Force. Das veranschlagte Budget
für die Anschaffung der A-2 Fliegerjacke betrug ca. 8 Millionen Dollar. Diese Summe entsprach
in etwa dem Jahresverbrauch an Toilettenpapier und Post-its der gesamten Streitkräfte.
Es gab im Kongress und Senat sowohl Befürworter als auch Gegner für diese Investition. Als sich
die Presse dann mit dem Thema befasste und der Sachverhalt öffentlich diskutiert wurde, war die
Sache aber schnell entschieden.
Als Geburtshelfer des Programms diente eine original "Willis und Geiger" A-2 von 1936. Per Kurier
wurde sie vom US Air Force Museum nach Washington gebracht und den zuständigen Mitarbeitern
vorgestellt. Die US Air Force bediente sich ebenfalls der Erfahrung vieler zivilen Hersteller, die
nach dem Krieg weiterhin A-2 Jacken für den privaten Markt produzierten. Es wurde eine Spezifikation
erstellt, allerdings erheblich unbürokratischer als sonst üblich.
Die "Basics" für die neue Jacke wurden mit folgenden Worten zusammengefasst: "Eine Spezifikation
auszuarbeiten ist einerseits eine langwierige Angelegenheit, andererseits wollen wir den Herstellern,
die mehr als 50 Jahre Lederjacken produzieren, nicht vorschreiben, wie man Leder-Fliegerjacken herstellt.
Die neuen Jacken werden aus Ziegenleder hergestellt, in Farbe und Bild sollen sie den Fliegerjacken des
Krieges entsprechen. Als Zugeständnis an die heutige Zeit, wird der Schnitt insgesamt etwas weiter
gewählt, Bündchen und Futter bestehen aus einem Polyester-Baumwollgemisch."
Die ersten A-2 Fliegerjacken wurden im Mai 1988 an die Streitkräfte ausgeliefert, die Gesamtstückzahl
des ersten Loses, das unser Hersteller komplett produzierte, betrug 53000 Stück. Es war der größte
Einzelauftrag für eine Fliegerjacke in der Geschichte der US Air Force. Major Mitch Diggers, einer der
Proteges des Programms, fasste die Reaktion der Soldaten so zusammen:
"Im Rahmen meiner Ausbildungstätigkeit am Air Force Staff College leite ich eine Lehrgang für
Führungspersonal. Alle Teilnehmer sind hochintelligente und sehr kritische junge Offiziere, und sie
tragen ausnahmslos alle die neuen A-2 Fliegerjacke.".

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Alpakas
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Die Wolle der Alpakas, einer südamerikanischen Kamelart, ist wegen seiner Weichheit, Reinheit und seinem Glanz
in der Textilindustrie sehr beliebt und zählt neben Kaschmir- und Vikunjawolle und Seide zu den edelsten Naturfasern
überhaupt. Es gibt ungefähr drei Millionen Alpakas, rund 2000 davon sind auf Farmen in Deutschland beheimatet
(rund 30000 in Australien und Nordamerika, 6000 in England). Die Kamele werden in der Regel einmal jährlich geschoren,
pro Tier liegt die Wollproduktion bei bis zu sechs Kilogramm.
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Arado Flugzeugwerke
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In den 40er Jahren des vorigen Jahrhunderts machte die Flugzeugentwicklung wahre Quantensprünge. Die Menschheit
befand sich im Übergang vom Kolbenmotorflug hin zum Flug mit Strahlantrieb. Erste Versuche wurden unternommen, die
Schallmauer zu durchbrechen.
Einen nicht unerheblichen Anteil an der rasanten Entwicklung hatte die Warnemünder Flugzeugfabrik „Arado“. Walter
Blume, genialer Konstrukteur und hochdekorierter Jagdflieger des ersten Weltkrieges, konstruierte Flugzeuge, die bis
in die heutige Zeit ihre Spuren hinterlassen haben.
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Eines der bekanntesten und innovativsten Projekte war die Arado 234 „Blitz“, ein strahlgetriebener Aufklärer und
Bomber, der serienmäßig über Druckkabine und Schleudersitz verfügte. Ein Novum für die damalige Zeit.
Nach dem WWII wurde die Firma liquidiert, die Ideen von Walter Blume lebten aber in Form vieler Flugzeugmodelle
der 40er und 50er Jahre weiter.
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Archimede Uhren by Ickler
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Markgraf Karl Friedrich von Baden sei Dank: Er ließ 1767 im Pforzheimer Waisenhaus eine Uhrenfabrik errichten – und
legte damit den Grundstein für die Schmuck- und Uhrenindustrie, für die die Stadt am Nordrand des Schwarzwalds
weltbekannt ist. Eines der Unternehmen, das in der Goldstadt, wie Pforzheim genannt wird, seine zeitmessenden Schmuckstücke
herstellt, ist Ickler. Der Familienbetrieb wurde 1924 von Karl Ickler als Manufaktur für Uhrengehäuse gegründet,
nach dem Krieg führten die Söhne Heinz und Kurt das Unternehmen weiter. In dritter Generation leitet heute Thomas Ickler
die Produktion von anspruchsvollen Uhren und hochwertigen Uhrgehäuse für international renommierte Kunden. Ganz nach dem
Motto: beste Qualität Made in Germany.
Eines der beiden hauseigenen Labels von Ickler ist Archimede. 2003 kamen die ersten Modelle auf den Markt – und schlugen gleich gut
ein. Die Reihe Archimede „Pilot“ zum Beispiel: Hochwertige Schweizer ETA-Werke (Automatik und Handaufzug), Manufaktur-Gehäuse,
gut verarbeitete, robuste Leder-Armbänder und eine Auswahl an unterschiedlichen Gehäusegrößen und Ziffernblatt-
Varianten bescherten den schmucken Zeitmessern eine große Fangemeinde. Lobend wird immer wieder das besondere Preis-Leistungs-
Verhältnis erwähnt: Man bekommt bei Archimede viel Uhr für wenig Geld.
In allen Fertigungsstufen wie Drehen, Fräsen, Zusammenbau des Gehäuses und Montage von Werk, Ziffernblatt und Co. werden
die Ickler-Uhren von Fachleuten kontrolliert. Jeder Zeitmesser wird, bevor er die Manufaktur verlässt, getestet und hat eine
zweijährige internationale Garantie. Ickler-Uhren sollen ihre Träger Jahrzehntelang begleiten, und jeder Blick auf die
Stücke soll ein Genuss sein. Deshalb legt das Unternehmen neben der besonderen Qualität Wert auch auf ein zeitloses,
klassisches Design, das auf modische Trends und „Spielereien“ bewusst verzichtet.

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Avirex
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Gegründet in den 80er Jahren in den USA vom ehemaligen Piloten Jeff Clyman, ist AVIREX heute eine feste
Größe auf dem Markt für klassische Lederbekleidung und ein Synonym für Fliegerjacken und
Bekleidung rund um das Thema Aviation.
Heutzutage werden AVIREX Fliegerjacken für den europäischen Markt exklusiv in Italien gefertigt, nah
am Original aber doch mit zusätzlichen Komfortextras, vielen liebevollen Details und der bekannten italienischen
Qualität für Lederbekleidung.
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Banana Jack
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Todd Sheridan ist der Eigentümer des Labels Banana Jack. Und er braucht nicht viele Worte, um seine Geschäftsphilosophie
auf den Punkt zu bringen: „Wenn wir Made in Hawaii sagen, meinen wir auch Made in Hawaii!“ Jedes Hemd wird auf der Pazifik-Insel
traditionell in Handarbeit von einheimischen Fachkräften gefertigt. Und so sind die Stücke absolut authentisch und stehen
für höchste Qualität und hochwertige Drucke.
Die von uns für Sie ausgesuchten Hawaii-Hemden von Banana Jack lassen Ihre Inselträume wahr werden – und machen selbst den
deutschen Winter ein ganzes Stück sonniger!
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Bi Swing Actionback
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Fliegerjacken mit „Bi Swing-Action Back“ haben im Rückenbereich einen Gummizug, der die Bewegungsfalten der Jacke immer
korrekt in ihre Form zurückbringt. Dieses außergewöhnliche Detail garantiert höchsten Tragekomfort und
eine besondere Bewegungsfreiheit.
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Blood Chits
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Allgemein bekannt unter der Bezeichnung "BLOOD CHIT" steckt hinter dieser Bezeichnung eine interessante
Geschichte.
Als 1793 der berühmte Ballonpionier Franzose Jean-Pierre Blanchard nach Amerika reiste, um seinen Heißluftballon
in Philadelphia vorzuführen, stellten ihn die fehlenden Sprachkenntnisse vor ein Problem. Der Ballonstartplatz in
Philadelphia war zwar bekannt, aber wo trieb der Wind ihn hin? Und wie reagierten wohl diejenigen auf ihn,
die ihn aus einer großen Kugel steigen sahen, die vom Himmel kam? Die Chancen standen nicht schlecht,
den Flug heil überstanden zu haben und anschließend von aufgebrachten Farmern aufgeknöpft zu werden.
U.S. Präsident George Washinton war es, der Blanchard einen Brief übergab, der an die gesamte Bevolkerung adressiert
war: "All citizens of the United States.". In dem Brief stand, dass Blanchard ein Freund des Landes ist, und man ihm
nach der Landung bei der sicheren Rückreise nach Philadelphia unterstützen soll.
Für fast 100 Jahre geriet diese Idee in Vergessenheit, bis die Royal Air Corps der Britischen Luftwaffe diese
im 1. Weltkrieg wieder aufgriff. Die in Mesopotamien und Indien stationierten RAC Piloten wurden mit ähnlichen
Briefen ausgestattet. In dem Landessprachen - Arabic, Urdu, Farsi, und Pashto - bat man um die Versorgung der
Flieger und die tatkräftige Mithilfe, die Piloten unbeschadet zum nächstgelegenen britischen Stützpunkt zu bringen.
Dafür versprach man dem Helfer eine Belohnung.
Die Piloten nannten die Briefe goolie chits ("Goolie" = Wort in Hindi für "Ball"), da es bei einigen Stämmen
vorkam, das abgestürzte Piloten veschleppt und zur makaberen Strafe kastriert wurden. Die "goolie chits" sollten
die Piloten vor diesem Schicksal bewahren.
Als 1937 erstmals die Flying Tigers (AVG) den pazifischen Schauplatz betraten, trugen sie Blood Chits aus
Stoff, Seide oder Leder, in denen sie die chinesische Bevölkerung und Soldaten um die Rettung, medizinische
Versorgung, Schutz und Hilfe bei der Rückkehr baten. Sie trugen sie nicht mehr lose in der Tasche, sondern
nähten die Blood Chits auffällig auf, später in die Jacken. So konnten sie nicht verloren gehen und fielen
dem "Retter" direkt auf.
Als die Amerikaner später offiziell in den Krieg eintraten, wurden die nunmehr in über fünfzig Sprachen übersetzten
Blood Chits zu Standardausrüstung für alle Flieger. Ergänzt wurden die Hilfsappelle noch mit deutlichen Hinweisen
auf Belohnungen für die Helfer.
Bemerkenswert ist der Fall, bei dem am 12 Juli 1950 eine BOEING B-29 "SUPERFORTRESS" abgeschossen wurde, und die
verletzte Crew von nordkoreanischen Zivilisten geborgen wurde. Yu Ho Chun fand in der Tasche eines verletzten Fliegers
das Blood Chit und versorgte die Crew. Später segelte er sie über 100 Meilen entlang der Küste unter höchsten
persönlichem Risiko auf seiner Dschunke aus dem feindliche besetztem Gebiet. Dieser Einsatz kostete ihn das Leben,
als ihn Nordkoreanische Truppen zwei Wochen später aufgriffen, folterten und anschließend hinrichteten.
1993 - 43 Jahre später - überwies die Amerikanische Regierung seinem Sohn Yu Ho Chun 100.000,- USD als späte Belohnung
für die Rettung der US-Besatzung.
Während des Vietnamkrieges trugen alle Crews neue blood chits. Diese zeigten die Amerikanische Flagge, sowie den
Appell in 14 Sprachen: Englisch, Burmesisch, Thai, Chinesisch, Alt Chinesisch, Laotian, Cambodian, Tagalog,
Vietnamesisch, Visayan, Malayan, Französisch, Indonesisch, und Niederländisch.
Besondere Aufträge erforderten besondere Lösungen, und so wurden auf geheimen, nicht offiziellen Missionen, bei denen
kein Blood Chit getragen werden durfte, improvisiert. Die Crews bekamen mit "offiziellen Segen" Bargeld und
Goldmünzen mit auf die Reise. Unnötig zu sagen, das nach der "Dienstreise" wieder exakt abgerechnet wurde.
Heutzutage werden alle Crews mit Blood Chits in den jeweiligen Sprachen der feindlichen Einsatzgebieten ausgerüstet.
Panama, Grenada, Somalia, Bosnien und der Golfkrieg waren die letzten aktuellen Schauplätze dieser über 200 Jahre
alten Erfindung.

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Entwicklungsgeschichte der CWU-Fliegerjacken
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Als Ende der 60 - Anfang der 70 Jahre der technische Fortschritt Hightechfasern hervorbrachte, die einerseits
überlebenswichtigen Schutz vor Feuer boten, und andererseits zur Herstellung von Schutzbekleidung mit hohem
Tragekomfort geeignet waren, war das Ende der Nylon-Fliegerjacken eingeläutet.
Die neue NOMEX® Faser war ein Quantensprung in Bezug auf die Sicherheit aller Crews im Falle eine Feuers.
Schmolzen alle bisherigen Nylonjacken auf der Haut, bot die NOMEX® Faser erstmals wirksamen Schutz.
1973 wurde erstmals die CWU spezifiziert, die somit schnell als Standardjacke in alle fliegenden Verbände
Einzug hielt. Später wurde die Jacke noch durch leichte, fast unsichtbare Modifikationen über die Jahre verbessert.
| MIL-J-83388A - | erstmals spezifiziert als CWU-17/P, anschließend umbenannt als CWU-36/P |
| MIL-J-83388B - | mit etwas verändertem (verkleinerten) Windschild |
| MIL-J-83388C - | kleine Modifikation |
| MIL-J-83388D - | die letzte (fast unsichtbare) Modifikation am Windschild |
| MIL-J-83388E - | letzter Stand der CWU´s |
Heute ist die CWU etabliert und wird von allen Crews im militärischen Bereich getragen.

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Flugzeugtypen: Eurofighter EF 2000 "Thypoon"
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Der Kampfjet ist mit modernster Technik ausgestattet und soll für Europa militär-technisch den Anschluss an die USA
herstellen.
Die Höchstgeschwindigkeit bei Nachbrennereinsatz beträgt laut EADS Mach 2,0. Im Supercruise, d. h. ohne Nachbrenner,
soll ohne Außenlasten Mach 1,5, mit unter den Flügeln montierten Luft-Luft-Raketen nur Mach 1,2 möglich sein.
Seine Canards-Flügel verleihen dem Eurofighter eine sehr gute Manövrierfähigkeit bei geringer Geschwindigkeit. Und
auch die Steigleistung sollen die der General Dynamics F-16, um einiges übertreffen. Die optionale Schubvektorsteuerung
und die phänomenale Leichtbauweise (70% Kohlefaser-Verbundwerkstoffe, 15% Metall) machen ihn zu einem sehr wendigen
Kampfflugzeug.
Der Eurofighter besitzt 13 Aufhängungen. Davon können 3 für Zusatztanks benutzt werden. Zusätzlich verfügt der
Eurofighter über ein IRST System (Infra Red Search & Tracking) mit dem er Feindflugzeuge bei gutem Wetter auf eine
Entfernung von 50km erfassen und verfolgen kann, ohne sein Radar einzusetzen. Eine neue Mensch-Maschine-Schnittstelle
ermöglicht es dem Piloten bestimmte Funktionen durch Stimmbefehl auszuführen.
Probleme und Kosten
Umstritten ist der Eurofighter in Deutschland vor allem, weil ein Verteidigungsfall unwahrscheinlich erscheint und
außerdem nach Meinung der Kritiker die ca. 80 Mio. € pro Abfangjäger an anderen Stellen investiert werden sollten.
Die durch den Eurofighter zu ersetzenden Kampfflugzeuge vom Typ F-4 Phantom und MiG-29 sind jedoch deutlich überaltert.
Auch die später zu ersetzenden Tornados der Luftwaffe gelten als überaltert. Die einzige vergleichbare Alternative
für den Ersatz dieser Typen wäre die amerikanische F-22, deren Kampfwert zwar höher eingeschätzt wird, die aber auch
mit geschätzten 150 Mio. $ pro Stück einen deutlich höheren Anschaffungspreis hat. Allerdings beziffert das Nachrichten-
Magazin "Der Spiegel" den Gesamtpreis für die 180 von der Bundeswehr georderten Eurofighter mit rund 24 Milliarden €,
also etwa. 133 Mio. € pro Stück (Spiegel Nr.12, 15. März 2004, S.22). Der tatsächliche Preis liegt bei ca. 63 Mio €
"fly-away" Kosten (reines Flugzeug ohne Support) und ca 100 Mio € für den Systempreis (Logistik,
Ausbildungunterstützung, Simulatoren etc.) So beziffert das Bundesministerium für Verteidigung den Systempreis der 180
Maschinen für Deutschland auf ca 18 Mrd €. Österreich beschafft so 18 Typhoon zum Systempreis für ca. 1,9 Mrd €.
Bestellungen
- Großbritannien: 232 (Option auf weitere 60 Flugzeuge im Juli 2004 gestrichen)
- Deutschland: 180 (Kabinettsbeschluß vom 8.10.1997)
- Italien: 121
- Spanien: 87
- Griechenland: 30 (Option auf weitere 30 Flugzeuge)
- Österreich: 18
In Großbritannien wird der Typhoon die Jaguar GR3 und Tornado F3 ablösen, in Deutschland die F-4 Phantom, MiG-29 sowie
einen Teil der Tornados. Die geplante Lieferrate beträgt 15 Maschinen pro Jahr.
In Österreich wird der Eurofighter als Nachfolgemodell für den Saab Draken (Erstflug: 1955) zum Einsatz kommen. Die
ersten EF2000-Typhoon-Maschinen werden für 2007 erwartet, alle 18 Flugzeuge werden in Zeltweg stationiert werden.
Technische Daten
- Länge: 15,96 m
- Höhe: 5,28 m
- Flügelspannweite: 10,95 m
- Tragflügelfläche insgesamt: 50,00 m²
- Antrieb: 2x Eurojet EJ200 mit je 60kN (6.120kg)ohne bzw. 90 kN (9.180kg) mit Nachbrenner
- Minimalgeschwindigkeit: 203 km/h
- Höchstgeschwindigkeit: 2.125 km/h in 11.000 m Höhe bei Horizontalflug
- Dienstgipfelhöhe: 18.000 m
- Vom Start bis auf 35.000ft und Mach 1.5: weniger als 150 s
- g-Limit: +9 / -3
- Benötigte Start-/Landebahn: kleiner als 700 m
- Reichweite: Abfangjagd 1390 km, Luftraumpatrouille >1850 km, Bodenangriff (Tiefflug) 650 km
- Leergewicht: 11.150 kg (Einsitzer), 11.700 kg (Doppelsitzer)
- Max. Startgewicht: 23.500 kg
- Wartungsaufwand pro Flugstunde: 9 h
- Max. Waffenlast: 6500 kg
Bewaffnung
- Eine 27 mm BK 27 Mauser Kanone
- Am Rumpf können seitlich bis zu 4 AIM-120 AMRAAM oder BVRAAM Raketen befördert werden.
- Zwischen Rumpf und den Flügeltanks ist jeweils eine weitere Waffenstation (z.B. für eine weitere BVRAAM oder
auch Alarm-Rakete bzw Penguin Anti-Schiff-Rakete).
- Im Normalfall folgen nun die 1500 L Flügeltanks. Diese können auch weggelassen werden und als Waffenstation für
Alarm-Raketen verwendet werden.
- Nach Außen ist eine größere Unterflügelstation vorhanden für z.B. zwei AIM-132 ASRAAM oder eine Alarm bzw Pengiun.
- Die äußerste Flügelstation ist für jeweils eine weitere AIM-132 ASRAAM.
- Die Eurofighter der Luftwaffe sollen anstatt mit AIM-132 ASRAAM- oder AIM-9 Sidewinder Raketen mit Iris-T Raketen
ausgestattet werden.
In Zukunft werden europäische Lenkflugkörper die amerikanischen ablösen. So ist zum Beispiel auch die Integration des
Marschflugkörper Taurus (Rakete) geplant.

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Flugzeugtypen: F-14 "Tomcat"
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Die Navy suchte Ende der 1960er Jahre nach einem Ersatz für ihre in die Jahre gekommenen trägergestützten Jäger,
vor allem die F-4 Phantom II. Zugleich sollte das neue Flugzeug auch als langsam fliegende Raketenabschussbasis
zur Flottenverteidigung und somit als Ersatz für die geplante und aus Kostengründen wieder verworfene F6D Missileer
dienen. Nachdem das Programm F-111B gescheitert war (das Flugzeug war für Trägerlandungen zu groß und zu schnell),
warf Grumman den Entwurf G303, die spätere Tomcat, in den Ring.
Der Name Tomcat wurde zu Ehren der Rolle des Konteradmirals Tom "Tomcat" Connelly gewählt, welche dieser bei der
Entstehung der F-14 spielte. Er opferte seine eigene Karriere, als er in einer offenen Kongressdiskussion gegen den
damaligen Verteidigungsminister Robert McNamara aufstand, und die von diesem favorisierte F-111B als ungeeignet
bezeichnete ("Senator, there is not enough thrust in all of Christendom to make a fighter out of the F-111."). Zudem
passte dieser Spitzname zur Tradition der Navy, die Flugzeuge von Grumman mit felinen Namen zu belegen.
Man kam überein, dass zunächst 12 Prototypen gebaut und intensiv getestet werden sollten. Der erste flugfähige
Prototyp hob am 21. Dezember 1970 vom Boden ab. Beim zweiten Testflug neun Tage später ging die Maschine durch
einen Hydraulik- und Triebwerksschaden verloren - das Testprogramm hätte keinen ungünstigeren Verlauf nehmen können.
Bis Mai 1971 wurde deshalb zunächst weiter an der F-14 entwickelt, bevor die Erprobung fortgesetzt wurde - dabei
ging nochmals eine Maschine verloren, als bei Waffentests eine AIM-7 Sparrow-Rakete nicht richtig startete und
mit dem Flugzeug kollidierte. Die Jetbesatzung konnte sich mit dem Schleudersitz retten und bekam später den
humorvollen Titel "Die Tomcat-Piloten, die sich selbst abgeschossen haben" verliehen.
Die Tomcat bewährte sich dabei außerordentlich, allerdings ist sie aus heutiger Sicht (Jahr 2004) veraltet, und
viele der alten F-14A Maschinen haben ihre maximale Lebensdauer erreicht. Die US Navy beginnt deshalb damit, die
jeweils ältesten Maschinen auszumustern. Ihre Aufgaben werden von der neuen F-18E/F Hornet übernommen. Ob dies ein
guter Ersatz ist, bleibt abzuwarten. Bereits die F/A-18A und C sollten die Tomcat ablösen, lieferten aber
konstruktionsbedingt nicht die Performance der F-14. Die F-14B's und D's wurden mit neueren Bodenzielsystemen und
Laserdesignatoren ausgerüstet, die teilweise von der F-15 Strike Eagle übernommen wurden. Sie waren nun in der Lage
sowohl freifallende als auch lasergelenkte Bomben zielgenau abzuwerfen. Die "neuen" F-14 wurden nun scherzhaft
Bombcat genannt. Bis die F/A-18E/F sich als vollwertiger Ersatz bewährt haben, werden die restlichen 130 F-14 noch
als Allround-Jagdbomber-Abfangjäger im Einsatz bleiben, voraussichtlich bis Ende 2010.
Die Tomcat war auch der heimliche Star im US-Kinofilm Top Gun mit Tom Cruise, der den Jet in allen nur denkbaren
Fluglagen zeigte. Der Film wurde mit großer Unterstützung durch die US Navy und das Pentagon gedreht, und verfehlte
seine Wirkung nicht: Schon kurz nach Kinostart stürmten junge Männer die Rekrutierungsbüros der Navy und wollten
Tomcat-Piloten werden.
Als einziger Exportkunde kaufte der Iran 80 Tomcats. Die letzte bestellte Maschine wurde nicht dorthin ausgeliefert,
da zwischenzeitlich im Iran die Revolution ausgebrochen war. Auf amerikanischer Seite führte diese Entwicklung zu
hektischer Betriebsamkeit, da nun dem Feind eines der damals modernsten US-Kampfflugzeuge in die Hände gefallen war.
In aller Eile erhielten damals alle amerikanischen Tomcats eine neue Software für das Feuerleitradar, um die
iranischen Kenntnisse über das System wenigstens zum Teil wertlos zu machen. Abgesehen von einigen Manöver-Einsätzen
Ende der 1980er Jahre mussten die iranischen Tomcats auf Grund von Ersatzteilmangel die meiste Zeit am Boden bleiben.
Man geht davon aus, dass heute nur noch wenige einsatzfähig wären.
Konstruktion
Das Flugwerk der F-14 besteht aus einer von der F-111 adaptierten und weiterentwickelten Schwenkflügel-
Konstruktion. Vorteil dieses Systems ist, dass man mit ausgeschwenkten Flügeln genügend Auftrieb für den langsamen
Flug bei Trägerstarts und -landungen zur Verfügung hat, und andererseits mit eingeschwenkten Flügeln optimale
Stabilität und Manövrierbarkeit beim Überschall-Flug erreicht. Nachteilig ist, dass die Schwenkflügel den Jet
groß, kompliziert und teuer machen. Standardmäßig wird die Flügelpfeilung der Tomcat automatisch in Abhängigkeit
von der Fluggeschwindigkeit geregelt. Sie besitzt zwei Seitenleitwerke, die auf den Triebwerksgehäusen befestigt
sind. Zur Verbesserung der Wendigkeit sind unter dem Rumpf Spoiler montiert. Das Fahrwerk ist besonders stabil
ausgelegt, um sichere Trägerlandungen zu ermöglichen.
Offensivbewaffnung
Kernstück der Offensiv-Fähigkeiten der F-14 ist das AN/AWG-9 Puls-Doppler-Radar (bzw. heute das AN/APG-71). Im
Zusammenspiel mit dem extra für die Tomcat entwickelten Waffensystem AIM-54 Phoenix kann die Tomcat gleichzeitig
24 Ziele verfolgen und 6 davon zur gleichen Zeit angreifen. Dies und die Reichweite der AIM-54-Rakete von 160 km
macht sie zum echten Luftüberlegenheits-Jäger. Zusätzlich kann die F-14 an ihren 4 Raketenschienen und 2
Doppelpylonen auch AIM-7 Sparrow- und AIM-120 AMRAAM-Luft-Luft-Raketen tragen. Für den Luftnahkampf stehen eine 20 mm
M61A1 Vulcan Revolverkanone sowie AIM-9 Sidewinder-Raketen zur Verfügung.
Mit dem 1979 im Naval Air Test Center in Patuxent River, Maryland, entwickelten TARPS-System (Tactical Air
Reconnaissance Pod System) wurde die Tomcat zur taktischen Aufklärungs-Plattform der Navy.
Seit Mitte der 1990er Jahre hat sich das Aufgabenprofil der F-14 dahingehend geändert, dass sie mit einem
LANTIRN-Zielsystem ausgerüstet werden und Präzisionsschläge mit lasergelenkten Bomben gegen Bodenziele
durchführen kann.
- Nachtsichtkompatibilität, Zieltransferkapazität und verschiedene Bauteile, die der F-14 nun auch das Angreifen
von Bodenzielen ermöglichen (die war bei der ursprünglichen Konzeption des Flugzeugs nicht vorgesehen).
(Neu gebaut: 37 Stück, umgebaute F-14A: 18 Stück, insgesamt: 55 Stück)

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Flugzeugtypen: F-15
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Erste Konzepte der Air Force für einen dedizierten Luftüberlegenheitsjäger entstanden bereits zwischen Korea-Krieg
und Vietnam-Krieg, als den Verantwortlichen vor Augen geführt wurde, dass man praktisch nur Kampfjets im Arsenal
hatte, die sowohl Luft-Luft- als auch Luft-Boden-Einsätze fliegen konnten, dafür aber einen guten Teil ihrer
Luft-Luft-Performance einbüßten. Nachdem man folglich einen Umbau existierender Jets für nicht zielführend erachtete,
begann man mit Designstudien für einen neuen reinen Luft-Luft-Jäger TFX. Parallel dazu beteiligte sich die Air Force
anfangs an der Entwicklung der Grumman F-14 Tomcat der Navy, die genau die Aufgaben übernehmen sollte, für die die Air
Force das TFX entwickelte. Man zog sich aus dem Tomcat-Projekt zurück, als sich langsam abzeichnete, wie die endgültige
Tomcat aussehen würde (sehr stabil, um die hohen Belastungen bei Trägerlandungen auszuhalten, und unflexibel in der
Avionik - die Air Force bewies damals enorme Weitsicht). Einen neuerlichen Anschub erhielt das TFX-Projekt durch das
bevorstehende Erscheinen der russischen MiG-25 Foxbat. Die Fähigkeiten dieses neuen Jets des Warschauer Paktes wurden
von den westlichen Geheimdiensten vor dessen Erscheinen maßlos überschätzt. Um diesem vermeintlichen Superflugzeug etwas
entgegensetzen zu können, wurde die Entwicklung des nun bereits als F-15 bezeichneten TFX beschleunigt. Es wurden keine
Prototypen gebaut. Das neue Flugzeug wurde direkt "vom Reißbrett" bestellt. Als später ein MiG-25-Pilot samt Maschine
nach Japan überlief und man das Flugzeug untersuchen konnte, waren die zuständigen Stellen maßlos enttäuscht, da sich
die ganze Eile bei der F-15-Entwicklung als unnötig, aber teuer erwiesen hatte.
Der erste Flug einer F-15A fand im Juli 1972 statt, und der Erstflug der zweisitzigen Trainerversion F-15B (der
ehemaligen TF-15A) erfolgte ein Jahr später im Juli 1973. Erste Serienmaschinen (F-15B zur Pilotenausbildung) wurden
im November 1974 ausgeliefert. Im Laufe des Jahres 1976 war dann die erste Eagle-Staffel einsatzbereit für
Kampfeinsätze.
Die Nachfolgemodelle F-15C und deren zweisitziges Gegenstück F-15D wurden von der Air Force ab 1979 übernommen. Diese
neuen Modelle haben das sog. Production Eagle Package (PEP 2000), das ihnen eine erhöhte interne Treibstoffkapazität
von 2.000 Pfund (900 kg), die Möglichkeit zum Anbringen von CFT-Zusatztanks und ein erhöhtes maximales Startgewicht
von 30,8 t beschert.
Ab 1985 kam bei neu gebauten F-15C verbesserte Technik zum Einbau, ältere Flugzeuge wurden teilweise entsprechend
umgebaut. Die Verbesserungen umfassten einen neuen Zentralcomputer, Software-Updates, um neue Versionen der AIM-7,
AIM-9 und AIM-120-Raketen verwenden zu können, und ein erweitertes EW-System mit verbessertem Radar-Warngerät und
Gegenmaßnahmen. Bei den letzten 43 gebauten F-15C wurde zusätzlich das neue APG-70-Radar von Hughes eingebaut. Für die
Zukunft ist geplant, noch mehr Maschinen damit auszurüsten, da das ursprünglich verwendete APG-63 als störanfällig
galt (die mittlere Betriebszeit zwischen zwei Fehlern beträgt durchschnittlich 15 Flugstunden, das neue Radar schafft
im Durchschnitt 100 Stunden).
F-15C, D und E nahmen 1991 im Persischen Golf an der Operation Desert Storm teil und bewiesen dort ihre überlegenen
Kampffähigkeiten durch ein bestätigtes Abschuss/Verlust-Verhältnis von 26:0. F-15-Jäger waren für 36 der 39 Luft-Luft-
Siege der Koalitionstruppen verantwortlich. Die F-15E Strike Eagles operierten hauptsächlich nachts und jagten
SCUD-Werfer und Artilleriebatterien mit Hilfe ihrer LANTIRN-Geräte.
Seitdem wurden sie auch zur Unterstützung der Operationen "Southern Watch" (Patrouillierung der Flugverbotszone im
Süd-Irak) und "Provide Comfort" (Schutz der Kurden im Nord-Irak) eingesetzt, bei den NATO-Operationen in Bosnien sowie
in letzter Zeit bei Kampagnen gegen Terror und Massenvernichtungswaffen (Afghanistan und Irak).
Obwohl sie ein außerordentlich erfolgreiches Design war, ist die F-15 aerodynamisch nicht mehr auf der Höhe der Zeit.
Trotz guter Avionik ist sie neueren Jets wie dem Eurofighter EFA-2000 oder der russischen Su-35 unterlegen. Außerdem
befindet sich die Entwicklung allgemein im Moment an der Schwelle, dass neue Flugzeuge generell über Stealth- (Tarn-)
Eigenschaften verfügen müssen. Mit der F-22 Raptor steht nun bereits der Nachfolger für die Eagle in den Startlöchern.
Zuerst werden die F-15A den F-22 weichen müssen, später auch die C-Modelle, und sobald der neue Joint Strike Fighter
F-35 Serienreife erreicht hat, auch die F-15E Strike Eagle. Die letzten Eagles sollen demnach um das Jahr 2030 außer
Dienst gehen.
Konstruktion
Die Überlegenheit der Eagle wird durch Wendigkeit und Beschleunigung, Reichweite, ihre Waffen und Avionik erreicht. Mit
ihren elektronischen Systemen kann die F-15 feindliche Flugzeuge entdecken, aufschalten, verfolgen und angreifen,
während sie in freundlichem oder Feind-kontrolliertem Luftraum operiert. Die Schnittstelle zum Piloten wurde konsequent
so entwickelt, dass eine Person einen Luftkampf zwar alleine, aber trotzdem sicher und effektiv führen kann.
Die Manövrierfähigkeit und Beschleunigung der F-15 werden durch ein hohes Schub-Gewichts-Verhältnis und niedrige
Flügellast erreicht. Niedrige Flügellast (das Verhältnis von Flugzeuggewicht zu Flügelfläche) ist wichtig für hohe
Wendigkeit, und erlaubt dem Flugzeug in Kombination mit dem hohen Schub-Gewichts-Verhältnis, enge Kurven mit hoher
Belastung zu fliegen, ohne an Geschwindigkeit zu verlieren.
Trotzdem erwiesen sich die F-15 den sowjetischen MiG-29 Fulcrum und Suchoj Su-27 Flanker unterlegen, da sie im
direkten Vergleich zu schwerfällig und langsam waren und eine schlechtere Beschleunigung aufwiesen. Aufgrund der
komplizierten Technik waren die F-15 zudem viel störanfälliger. Die normale Dienstgipfelhöhe und Höchstgeschwindigkeit
der SU-27 hat die F-15 selbst bei Rekordversuchen nicht erreicht.
Die Avionik-Ausrüstung umfasst ein Head-Up-Display, fortschrittliches Radar, Inertiale Navigation, Fluginstrumente,
gesicherte Kommunikation, taktische Navigation und ein Instrumenten-Lande-System. Dazu kommen noch Geräte, die
automatisiert im Hintergrund arbeiten, vor allem das taktische System zur elektronischen Kriegsführung (Störsender),
das Identifikations-System Freund/Feind (IFF), elektronische Gegenmaßnahmen zum Schutz vor Raketenbedrohungen und der
zentrale Bordrechner.
Das Head-Up-Display, das auf eine Scheibe vorne in der Pilotenkanzel projiziert wird und auch unter widrigen
Lichtbedingungen gut sichtbar ist, bietet dem Piloten situationsabhängig alle notwendigen Informationen, um seine
Lage einzuschätzen, den Jet zu fliegen und zu kämpfen, ohne den Blick abzuwenden um auf die Cockpit-Instrumente zu
sehen.
Das vielseitige Puls-Doppler-Radarsystem kann sowohl zu hoch fliegenden Zielen hinaufschauen als auch auf tief
fliegende Ziele hinunter, ohne durch Bodenreflexionen gestört zu werden. Es kann Flugzeuge und kleine
Hochgeschwindigkeits-Ziele sowohl außerhalb visueller Sichtweite als auch im Nahbereich entdecken und verfolgen, und
dies bis hinunter zu buchstäblicher "Baumwipfel-Höhe". Das Radar gibt seine Zielinformationen an den Zentralcomputer
weiter, der dann die Feuerleitung übernimmt. Für Luftkämpfe im Nahbereich hat das Radar einen Modus, in dem es
feindliche Flugzeuge automatisch aufschaltet, so dass der Pilot nicht erst zeitaufwändig Ziellisten durchgehen muss.
Das System für elektronische Kriegsführung stellt erstens Warnung vor potenziellen Bedrohungen zur Verfügung und
zweitens automatisierte Gegenmaßnahmen gegen ausgewählte Bedrohungen.
Die F-15 kann praktisch das ganze Arsenal aktueller amerikanischer Luft-Luft-Raketen tragen. Das automatisierte
Waffensystem erlaubt dem Piloten, sicher und effektiv zu kämpfen, indem er die auf dem Head-Up-Display dargestellten
Informationen nutzt. Die Bedienelemente für sämtliche während Flug und Kampf benötigten Funktionen sind in den
Schubregler und Steuerknüppel integriert, so dass der Pilot diese beiden wichtigen Steuerelemente nicht loslassen muss.
Wenn er von einem Waffensystem zu einem anderen wechselt, erscheint die visuelle Hilfe zu dieser Waffe automatisch
auf dem Head-Up-Display.
Im Einzelnen kann die Eagle mit Kombinationen aus vier unterschiedlichen Luft-Luft-Waffen bestückt werden: AIM-7F/M
Sparrow-Raketen oder AIM-120 AMRAAM (Advanced Medium Range Air-to-Air Missile, fortgeschrittene Luft-Luft-Rakete
mittlerer Reichweite) unter dem Rumpf, AIM-9L/M Sidewinder oder AIM-120 an zwei Pylonen unter den Flügeln, und ein
internes 20 mm Gatling-MG.
Speziell für die F-15-Modellvarianten C und D wurden sog. Conformal Fuel Tanks (CFTs) entwickelt. Diese Zusatztanks
können seitlich an den Lufteinlässen unter den Flügeln angebracht werden. Ihre Besonderheit liegt darin, dass sie
aerodynamisch optimiert sind, und im Gegensatz zu normalen Außen-/Flügeltanks nicht begrenzend auf die maximal
erreichbare Geschwindigkeit oder Wendigkeit wirken (sie sorgen zwar für Luftwiderstand usw., sind aber so ausgelegt,
dass sie starken Belastungen widerstehen können und bei scharfen Flugmanövern nicht wie normale Außentanks unmotiviert
abreißen und Schäden verursachen). Jeder CFT bietet Platz für etwa 3.000 l Treibstoff. Diese Tanks reduzieren die
Notwendigkeit zur Luftbetankung bei Einsätzen und verlängern die Zeit, die das Flugzeug im Kampfgebiet bleiben kann.
Durch die Nutzung von CFTs bleiben alle externen Aufhängungen für Munition frei. Zusätzlich können sogar noch
zusätzliche AIM-7F/M-Raketen an den CFTs befestigt werden. Ihr Nachteil ist, dass die Tanks nur von Wartungspersonal
demontiert und nicht wie normale Zusatztanks in der Luft abgeworfen werden können, falls die Situation es erfordert.
Modell F-15E Strike Eagle (Jabo)
Obwohl der Slogan des Entwicklerteams bei McDonnell-Douglas Not a pound for air-to-ground! war, erwies sich das
grundsätzliche Design der F-15 als flexibel genug, um später auf dessen Basis eine Variante für Bodenangriffe zu
entwickeln, die F-15E Strike Eagle. Sie ist ein zweisitziger Jet, dessen Hauptaufgabe Präzisionsschläge, Unterbindung
und Bodenunterstützung sind. Obwohl sie konsequent für diese Aufgaben optimiert wurde, hat sie durchaus noch die
Fähigkeit, sich gegen Luftbedrohungen selbst zu verteidigen. Das hintere Cockpit enthält u.a. vier Mehrzweck-CRT-
Displays zur Überwachung von Flugzeugsystemen und Waffenmanagement. Ein digitales, dreifach redundantes
Flugkontrollsystem von Lear Siegler, zusätzlich verbessert durch ein Inertiales Navigationssystem mit Ringlaser-
Gyroskop bietet automatischen Geländefolgeflug.
Zum tiefen Eindringen in feindlichen Luftraum in niedriger Höhe und mit hoher Geschwindigkeit, für Präzisionsangriffe
auf taktische Ziele bei Nacht oder widrigem Wetter trägt die F-15E ein hochauflösendes APG-70-Radar sowie außen
Infrarot-Sichtgeräte zur Zielerfassung (LANTIRN).
Export-Versionen
Neben den USA fliegen auch Japan, Israel und Saudi-Arabien die Eagle.
- F-15I Thunder - Israel hatte ursprünglich F-15A, B und D aus Beständen der US Air Force gekauft, und
interessierte sich Mitte der 1990er Jahre für eine Luft-Boden-Version auf Basis der Strike Eagle. Da Israel teilweise
Waffen verwenden möchte, für die die Avionik der Strike Eagle erst umgebaut werden muss, wird dieses Flugzeug als
F-15I Thunder bezeichnet. Insgesamt waren 55 Stück bestellt worden, deren Auslieferung bis 1999 dauerte.
- F-15K - F-15E Version für das FX-Programm-Version der ROKAF (Republic Of Korean Air Force - südkoreanische
Luftstreikräfte) mit General Electric 110-GE-129 Triebwerken; APG-63(V)1 Radar; 12,5x12,5cm AMLCD (Active Matrix
Liquid Crystal Displays - Farb-LCD mit aktiver Matrix) MFD (Multi-Function Display - Mehrzweganzeige); Erstflug:
25-September-2000; Order: 40 (Auslieferung 2005 - 2008) US$ 4,46 Mrd.
- F-15S Peace Sun IX - Saudi-Arabiens erste Eagles waren F-15C und D, die aus der laufenden Produktion abgezweigt
wurden. Nach guten Erfahrungen mit diesen Luft-Luft-Jägern interessierte man sich auch dort für Flugzeuge auf Basis
der Strike Eagle. Die Avionik der Peace Sun IX stellt eine abgespeckte und vereinfachte Version dar, so fehlt z.B.
dem Radar die Möglichkeit zur Computeranalyse der gefundenen Ziele. Die letzte von 72 F-15S wurde im November 1999
ausgeliefert und war gleichzeitig die nach 27 Jahren letzte in den USA gebaute F-15.
- F-15T - Vorschlag für die 2003 angelaufene Ausschreibung für Singapur, Dassault Rafale und Eurofighter Typhoon
sind weitere Konkurrenten
- F-15J Peace Eagle - Mitsubishi hat von MDD eine Lizenz für den Bau von F-15 erworben und insgesamt 223 Stück an
die japanische Luftwaffe ausgeliefert. Sie ähneln technisch der F-15C/D, haben jedoch abgespeckte ECM-Systeme.
Allgemeine Eigenschaften und Technische Daten
- Primäre Funktion: Taktischer Jäger
- Hersteller: McDonnell Douglas Corporation
- Antrieb: Zwei Pratt & Whitney F100-PW-220 oder 229 Turbofan-Triebwerke mit Nachbrennern.
- Schub (Modell C und D): 23.450 Pfund Trockenschub pro Triebwerk
- Spannweite: 13 m
- Länge über alles: 19,44 m
- Höhe über alles: 5,6 m
- Höchstgeschwindigkeit: ca. 2.700 km/h (Mach 2,5+)
- Maximales Startgewicht (Modell C und D): 30.844 kg
- Dienstgipfelhöhe: 65.000 Fuß (19.812 m)
- Reichweite: 3.450 Meilen (3.000 Nautische Meilen) Überführungsreichweite mit Conformal Fuel Tanks und drei Außentanks
- Besatzung: F-15A/C: Ein Mann (Pilot); F-15B/D/E: 2 Mann (Pilot und Waffenoffizier oder Instrukteur)
- Bewaffnung:
- Eine intern montierte M61 Vulcan 20 mm sechsläufige Gatling-Kanone mit 940 Schuss;
- Vier AIM-9L/M Sidewinder und vier AIM-7F/M Sparrow Luft-Luft-Raketen, oder acht AIM-120 AMRAAMs, extern aufgehängt.
- Die F-15E kann jede Kombination der o.g. Raketen tragen, sowie GBU16/27/28 lasergelenkte Bomben (LGBs), GBU-15
EO-gelenkte (Elektro-Optisch, z.B. per TV) Gleitbomben, und raketengetriebene Versionen davon (AGM-130), lasergelenkte
AGM-65 Maverick Luft-Boden-Raketen, Clusterbomben der Typen Rockeye und CBU-49/52/82/89, ungelenkte Spreng- und
Brandbomben, und (obwohl es unwahrscheinlich ist, dass dies jemals gebraucht wird) B61 Nuklearbomben.
- Kosten pro Stück: A/B Modell - 30,1 Mio. US-$; C/D Modell - 34,3 Mio. $ (Kosten für den flugfertigen Jet, "flyaway
costs")
- Stückzahlen (USAF): 396 bei aktiven Einheiten (davon 36 in Deutschland, stationiert auf der AFB Spangdahlem); 126
bei der Nationalgarde.

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Flugzeugtypen: F-16 "Fighting Falcon"
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Von Anfang an war die F-16 weder als technischer Durchbruch noch als mächtige Waffenplattform gedacht, sondern als
hochverfügbares kostengünstiges "Arbeitstier" für viele Einsatzgebiete. Dies unterscheidet die F-16 von ihren
Vorgängern, die entweder nicht allwettertauglich (F-104) oder sehr teuer waren (F-15).
Vom Design her ist die F-16 eher ein Jäger als ein Bodenangriffsflugzeug. Sie ist klein und agil, und das Cockpit
ist auf optimale Rundum-Sicht für den Piloten ausgelegt, was im Luftkampf lebenswichtig ist. Für diesen Zweck trägt
die F-16 eine M61 Vulcan-Kanone, und kann mit Luft-Luft-Raketen der Typen Sidewinder und AMRAAM ausgerüstet werden.
Wenn nötig kann sie aber auch Bodenangriffs- und -unterstützungseinsätze fliegen. Hierfür kann sie mit verschiedenen
Raketen und (Präzisions-)Bomben bestückt werden.
Die F-16 hat ihren Ursprung im sog. Lightweight Fighter-Programm, einem vom amerikanischen Verteidigungsministerium
1974 ausgeschriebenen Konstruktionswettbewerb mit dem Ziel, ein kostengünstiges Flugzeug mit einem Schub-Gewicht-
Verhältnis größer 1:1 als Ersatz für einige ältere Typen in den Beständen der United States Air Force zu finden. Zwei
Firmen wurden schließlich ausgewählt, um Prototypen zu bauen: General Dynamics (gehört inzwischen zum Lockheed-Martin-
Konzern) mit der einmotorigen YF-16 und Northrop mit der zweimotorigen YF-17 Cobra. Die YF-16 hatte ihren Erstflug am
2. Februar 1974. Die Air Force wählte die YF-16 für den Serienbau; die YF-17 Cobra wurde nicht eingemottet, sondern
später die Mutter für den sehr erfolgreichen Marine-Jet F/A-18 Hornet.
Konstruktion
Obwohl sie relativ günstig in der Anschaffung war und nie als technisch überragendes Flugzeug geplant war, war die
F-16 ihrer Zeit doch auf mehreren Gebieten voraus. Erstmals in einem amerikanischen Serien-Jet wurde ein Fly-by-Wire-
System eingebaut. Hierbei werden die Steuerbefehle des Piloten nicht direkt an die Servomotoren an den Steuerflächen
weitergegeben, sondern zunächst an einen Fluglagesteuerungs-Rechner (FLCS) geleitet, der sie z.B. auf Plausibilität
prüfen kann. Die Verwendung eines FLCS-Rechners ermöglicht es auch, ein aerodynamisch instabiles Flugzeug zu bauen.
Ohne Rechner wäre die F-16 für den Piloten nicht steuerbar, denn auf Grund der Lage ihres Schwerpunkts ist ihre
natürliche Fluglage, so paradox dies klingt, auf dem Rücken liegend mit hohem Anstellwinkel. Das aerodynamisch
instabile Design ermöglicht dem Jet aber auch eine vorher nicht erreichbare Wendigkeit. Hauptaufgabe des FLCS ist
folglich, gegen die Gesetze der Physik anzuwirken und das instabile Flugzeug zu jedem Zeitpunkt in einer stabilen
Fluglage zu halten. Die Steuerbefehle des Rechners und des Piloten werden dabei entsprechend kombiniert.
Eine weitere Maßnahme, um bessere Wendigkeit zu erreichen, war die Steigerung der Neigung des Pilotensitzes von 13
auf 30°. In diesem "Liegesitz" ist es dem Piloten weit besser möglich, den Auswirkungen der Erdbeschleunigung bei
scharfen Wendungen zu widerstehen. In der F-16 kann der Pilot gefahrlos dem neunfachen der üblichen Gravitation
ausgesetzt werden, ohne dass er bewusstlos wird. In älteren Flugzeugen waren maximal 7G möglich. Der Steuerknüppel
befindet sich nicht mehr wie althergebracht zwischen den Beinen, sondern ergonomisch günstig auf der rechten Konsole.
Er ist nicht beweglich, sondern reagiert auf den Händedruck des Piloten. Hierdurch ist die Falcon auch bei hohen
G-Lasten erträglich steuerbar. Geradezu revolutionär war auch das blasenförmige Cockpit, das erstmals völlig ohne
sichtstörende Stahlstreben auskam und so exzellente Rundum-Sicht gewährte - bei Bedarf sogar nach hinten.
Für die YF-16 war angedacht worden, das Flugzeug komplett ohne Radar auszuliefern, da einflussreiche Piloten-Kreise
und "Experten" reklamierten, dass die primäre Waffe der F-16 ohnehin die wärmesuchende Sidewinder-Rakete sei, die
kein Radar brauchte, und radargelenkte Raketen - mit Blick auf die desaströse Trefferquote der AIM-7 Sparrow in
Vietnam - zu unzuverlässig seien. Überhaupt spiele sich Luftkampf immer im Nahbereich ab, wo Radar und entsprechende
Raketen nutzlos seien (BVR-Kampf war zur damaligen Zeit kaum möglich, da die Radars noch kein Profiling beherrschten
und keine Freund/Feind-Unterscheidung durchführen konnten. Der Pilot musste selbst optisch feststellen, ob es sich um
einen Freund oder Feind handelte). Als Kompromiss wurde in die F-16 ein kleines, aber sehr fortschrittliches Radar
eingebaut, das mit dem Head-Up-Display (HUD, einem halbdurchlässigen Spiegel, den der Pilot bei Blick nach vorne
immer im Blick hat, und auf den Flug-, Ziel- und Waffeninformationen projiziert werden, sodass der Pilot immer alle
relevanten Informationen vor sich hat nicht regelmäßig auf die analogen Cockpitanzeigen schauen muss) gekoppelt war
und dort über einen kleinen Pfeil die Richtung, in der sich das Ziel befand, anzeigen konnte. Dies ist inzwischen bei
allen Kampfjets Standard geworden.
Aufgrund Ihrer radikalen Auslegung führten Defekte am Fly-by-Wire System zu Abstürzen. Mehrmals erhielt die F-16-Flotte
Startverbot. Gerade bei Tiefflügen wirken sich solche Fehler fatal aus, weil die Zeit für den Piloten zum Aussteigen
aus der Maschine nicht reicht. Ein weiterer Grund ist die einstrahlige Auslegung. Ein Triebwerksversagen in Verbindung
mit geringer Flughöhe führt hier immer zum Absturz.
Versionen
Die F-16 wurde zunächst in zwei Versionen produziert: die F-16A war die reguläre Kampfversion und die F-16B die
zweisitzige Variante zur Ausbildung. Der erste Start einer F-16A fand im Dezember 1976 statt; im Januar 1979 wurde
das erste Flugzeug an die Air Force übergeben. Zunächst war man bei der Air Force gar nicht glücklich über dieses zum
guten Teil aus politischen Gründen angeschaffte neue Flugzeug, da sie den Stolz der Air Force, die F-15 Eagle,
bezüglich Preis-Leistung überlegen war. Man löste dieses Image-Problem, indem man die F-16 auch Luft-Boden-Einsätze
fliegen ließ, während der F-15 weiter die edle Rolle des Luftüberlegenheitsjägers vorbehalten blieb. Als man später
ein entspannteres Verhältnis zur F-16 hatte, baute man auf Basis der Eagle ebenfalls eine Luft-Boden-Variante Strike
Eagle.
Die Produktion der F-16 wurde in den 1980er Jahren auf die Modelle F-16C und F-16D (ebenfalls ein-/zweisitzig) mit
verbesserter Avionik und verbessertem Triebwerk umgestellt.Mit der Ausmusterung der F-4G Wild Weasel hat die F-16
die Wild Weasel-Einsätze übernommen. Hierfür wurde eine spezielle Serie F-16CJ angeschafft, die besondere Ausrüstung
zur effektiven Anwendung der AGM-88 HARM-Rakete und Störsender zur Niederhaltung der feindlichen Flugabwehr trägt.
Zwar können auch "normale" F-16C die HARM-Rakete tragen, allerdings kann die F-16CJ die Waffe in einem besonders
zielsicheren Modus einsetzen.
- F-16A/B - Erste Produktionsversion
- F-16C/D - Gegenwärtige Einsatzversion der Air Force, mit verbesserter Avionik und stärkerem Triebwerk
- F-16CJ - F-16C, aufgerüstet für Wild Weasel-Einsätze
- F-16ADF - verbesserte F-16A/B für die Nationalgarde
- F-16N - Eine vereinfachte Version der F-16C/D für die US-Navy als Feinddarstellungsflugzeug. So wurde ein einfacheres Radar eingebaut und die Bordkanone fehlt.
- RF-16C/F-16R - Experimentelle Aufklärer-Version mit ATARS-Paket
- FS-X - modifizierte Version, Lizenzbau in Japan von Mitsubishi
- F-16XL - eine Version mit Delta-Flügeln, von der NASA zur aeronautischen Forschung genutzt
- F-16I - eine Version mit verbesserter Avionik, hergestellt für Israel
Technische Daten
- Antrieb:
- F-16A/B: Pratt and Whitney F100-PW-200 Turbofan-Triebwerk mit Nachbrenner, 10.800 kg Trockenschub
- F-16C/D: Pratt and Whitney F-100-PW-200/220 oder General Electric F-110-GE-100Turbofan-Triebwerk mit Nachbrenner, 12.150 kg Trockenschub
- Abmessungen:
- Länge: 14,52 m ohne und 15,02 m mit Staurohr - Ein- und Zweisitzer sind gleich lang, der zusätzliche Raum wird bei den F-16A/C für das Luft-Boden-Equipment und weitere Geräte genutzt.
- Höhe: 5,09 m
- Spannweite: 9,45 m
- Flügelfläche: 27,87 m²
- Geschwindigkeiten:
- Höchstgeschwindigkeit: Mach 2 (2124 km/h)
- Dienstgipfelhöhe: geheim, über 15 km
- Leergewicht: ca. 7 to
- Max. Startgewicht: 16.875 kg
- Reichweiten:
- Kampf (ohne Luftbetankung): 860 km
- Selbsttransport: mehr als 3.200 km
- Stückkosten:
- F-16A/B: 9,5 Mio. US-$
- F-16C/D: 12,8 Mio. US-$
- Bewaffnung:
- M61 Vulcan 20 mm Gatling-Geschütz mit 515 Schuß
- Luft-Luft: AIM-9 Sidewinder und AIM-120 AMRAAM Raketen.
- Luft-Boden: AGM-65 Maverick, verschiedene Arten von Bomben ("dumm", lasergelenkt und Cluster)

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Flugzeugtypen: MiG 29 "Fulcrum"
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Die MiG-29 ist ein sowjetischer düsengetriebener Luftüberlegenheitsjäger aus dem Konstruktionsbüro Mikojan-Gurewitsch.
Ihr Nato-Codename ist "Fulcrum".
1972 wurden in der damaligen UdSSR erste Überlegungen über eine wirksame Gegenmaßnahme zu den westlichen F-15 und
F-16 angestellt. Im Laufe dieses Prozesses wurden die Entwürfe von Suchoi (Su-27) und MiG für die Prototypenphase
ausgewählt. Die MiG-29 ist dabei das Flugzeug für die Frontstreitkräfte das unter Feldbedingungen auf unbefestigten
Startplätzen einsatzfähig sein muss. Es hatte die Aufgabe die Streitkräfte direkt zu unterstützen. Dies schloss
auch die direkte Verteidigung von Flugplätzen oder Städten ein. Ferner wurde die Bekämpfung von Marschflugkörpern
zumindest vorgesehen.
Am 6. Oktober 1977 flog der erste Prototyp der MiG-29.
Die Serienfertigung dieses für hohe Stückzahlen ausgelegten Flugzeuges beinhaltet Lieferungen u.a. nach Bulgarien,
Nordkorea, Kuba, DDR, Indien, Iran, Irak, Jemen, Jugoslawien, Malaysia, Polen, Rumänien, Syrien, Tschechoslowakei und
Ungarn.
Von diesem außerordentlich wendigen, in dieser Hinsicht vielen westlichen Kampfflugzeugen überlegenen Flugzeug wurde
ein große Anzahl von Varianten gebaut bzw. erprobt (So kann die MiG-29 kurzzeitig auf ihrem eigenen Schubstrahl
stehen - wichtig für das so genannte Kobra-Manöver). Die Flügelkonstruktion mit breiter Flügelwurzel bringt einen
großen Teil des Auftriebs durch den Rumpfansatz, was die Langsamflugeigenschaften verbessert. Typisch für die
Mig-29 sind die großen Klappen, die die Luftansaugschächte der Triebwerke am Boden abdecken um ein Eindringen von
Fremdkörpern zu vermeiden. Beim Start saugen die Triebwerke Luft über Lamellenschächte auf der Rumpfoberseite an.
Am Heck befindet sich die Luftbremse und ein Bremsschirm.Die Maschine besitzt einen 16 bit Bordrechner, einen
Frontscheibenprojektor zuzüglich eines Monitors, eine bordeigene Fehlererkennung (Aekran) und zwei Sensorsysteme. Mit
dem Radar können Funkziele (Reichweite 70 km) erfasst werden und mit dem Wärmepeiler/Laserentfernungsmesser
(Reichweite 7km, Laserklasse 3 in Deutschland) die Infrarotziele. Bemerkenswert ist auch eine Helmvisieranlage,
die es dem Piloten erlaubt, mittels Kopfbewegung ein Ziel anzuvisieren. Die Zielsuchköpfe der Raketen erhalten dann
automatisch die Zielparameter. Genau dieses Gerät macht sie der sehr wendigen F-16 im Luftnahkampf überlegen. Auch
die Bewaffnung ist außerordentlich vielfältig und erlaubt neben der 30mm-Bordkanone (Typ GSch-301, Kaliber 30 mm, mit
150 Schuss, Kadenz 1.500 Schuss/min) die Auswahl von Waffen gegen eine Vielzahl von Zielen an bis zu sechs
Unterflügel-Rumpfstationen.
Obwohl die MiG-29 bereits annähernd 30 Jahre alt ist, wird das Modell nach wie vor gebaut, befindet sich aber
parallel in einem ständigen Modernisierungs- und Diversifizierungsprozess. Eine Vielzahl verbesserter Modelle
wurden seit Ende der 1970er Jahre gebaut. Bei der MiG-33 handelt es sich weniger um ein Nachfolgemodell als um eine
kampfwertgesteigerte Version der MiG-29. Weitere bekannte Varianten sind die MiG-29 SMT (einsitziges
Mehrzweckkampfflugzeug), MIG-29 UB (zweisitziger Trainer) und MIG-29 K (Trägergeeignet). Die MIG-29 K wird zurzeit nur
auf dem einzigen Flugzeugträger der Russischen Marine, der Admiral Kusnezow, eingesetzt; da Indien aber nach neuesten
Pressemeldungen nun doch den ehemals sowjetischen Träger Admiral Gorschkow übernimmt, wird die Maschine auch zum
Bordgeschwader dieses Schiffes gehören. Die neueste Variante sind die MiG-29M und ihre zweisitzige Version, die
MiG-29M2, bei denen insbesondere Feuerleit-, Ortungs- und Bedienungsysteme verbessert wurden.
Als einziges NATO-Mitglied vor der Osterweiterung besaß die Bundesrepublik Deutschland 24 MiG-29 Flugzeuge, welche
sie nach dem Ende der DDR 1990 von der NVA übernommen hatte. Die Maschinen wurden nach einer Erprobungsphase dem
Jagdgeschwader 73 unterstellt. Sie dienten u.a. als Alarmrotte der Überwachung des deutschen Luftraumes und waren
der Nato zugeteilt. Im Zuge der Einführung des Eurofighters wurde die MiGs an die polnische Luftwaffe verkauft,
welches zuvor der NATO und der EU beigetreten war.
Technische Daten
- Länge: 17,00 m
- Spannweite: 11,40 m
- Höhe: 4,70 m
- Leergewicht: ca. 8.200 kg,
- max. Abfluggewicht: ca. 18.000 kg,
- Antrieb: zwei Tumanski RD-33 Mantelstromtriebwerke mit Nachbrenner von je ca. 81 kN Schub angetrieben
- Höchstgeschwindigkeit (in Bodennähe): ca. Mach 1,1, in großen Höhen ca. Mach 2,3

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Flugzeugtypen: MRCA "Tornado"
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Seit 1967 projektierten Kanada, Belgien, Großbritannien, Italien und die Bundesrepublik Deutschland ein Kampfflugzeug
als Nachfolger des Starfighters, der McDonnell Douglas F-4 und anderer Modelle. Hauptforderungen waren hohe Traglast,
Überschallflug, Tiefstflug- und Allwetterfähigkeit.
Die drei letztgenannten Staaten schlossen einen Vertrag über die Lieferung von 809 Exemplaren. Später wurde die
deutsche Bestellung von 700 auf 324 Stück reduziert, der Preis des Waffensystems war während der Entwicklung um 800
Prozent auf etwa 60 Mio DM gestiegen. Der Jagdbomber hatte seinen Erstflug 1974, seit 1982 erfolgte die Auslieferung
an die Einheiten.
Die Herstellung oblag einem Konsortium aus British Aerospace, Messerschmitt-Bölkow-Blohm (MBB) / DASA (Deutschland)
und Aeritalia / Alenia (Italien), die hierzu 1969 die Panavia Aircraft GmbH mit Sitz in München gegründet hatten.
Insgesamt wurden 977 Exemplare hergestellt.
Technische Daten
Die Besatzung besteht aus Pilot und Waffen-System-Offizier (WSO).
Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei Mach 2,2 in 11.000 Metern Höhe. In Bodennähe erreicht der zweistrahlige
Schulterdecker mit Schwenkflügeln eine Geschwindigkeit von Mach 1,1. In Start- und Landestellung haben die Flügel
eine Pfeilung von 25 Grad, in der Stellung für hohe Geschwindigkeit 67 Grad. Der Aktionsradius liegt bei 1.200
Kilometern, die Überführungsreichweite bei 4.830 Kilometern.
Besonderes Merkmal des Tornado ist seine Fähigkeit zu extremem Tiefflug in Baumwipfelhöhe. Der Terrainfolgeradar
ermöglicht 60 m Flughöhe.
Bewaffnung
Ein Tornado kann eine Waffenlast von maximal 8.200 Kilogramm tragen und ist ein Mehrzweckkampfflugzeug. Er
besitzt zwei 27mm Mauser-Maschinenkanonen mit je 180 Schuss. Als Zusatzbewaffnung kann der Tornado verschiedene
Raketen und Bombenlasten tragen. Dazu gehören:
- HARM Anti-Radar-Raketen
- AGM-65 Maverick Luft-Boden-Raketen
- Freifallbomben und Lasergesteuerte Bomben (GBU) bis 450KG
- Kormoran 1/2 (nur Marine-Tornados)
Zusätzlich kann der Tornado mit einem MW-1 Munitionsbehälter ausgestattet werden, der es erlaubt, z. B. Landebahnen
mit Minen zu belegen.
Primäre Funktion
Der Tornado wird als Bomber (IDS, ECR), Aufklärer (Reconnaissance, kurz: Recce) und Abfangjäger (ADV) eingesetzt.
In der Öffentlichkeit ist der Tornado bekannt als Aufklärungsflugzeug zur Unterstützung der Polizei bei der Suche
nach vermissten Personen.
Einsatzgebiete
Tornados sind in der Regel bei NATO-Geschwadern der Luftwaffe und der Marine stationiert.
Neben der deutschen Luftwaffe (357 bestellte Exemplare) wird die Maschine noch von der britischen Royal Air
Force (398 Exemplare), der italienischen Luftwaffe (99 Exemplare), sowie von Saudi Arabien (120 Exemplare)
eingesetzt. In der Luftwaffe wird der Tornado bis voraussichtlich 2015 beim Aufklärungsgeschwader 51 "Immelmann"
(AG 51 "I") in Jagel (Kropp, Schleswig-Holstein)und beim Jagdbombergeschwader 32 (JaboG 32) in Lechfeld
(Lagerlechfeld, Bayern) mit insgesammt 80 Flugzeugen im Dienst bleiben.Das Marinefliegergeschwader 2 (MFG 2) in
Eggebeck, Schleswig-Holstein, hat im Sommer 2005 seinen letzten Flug mit Tornado und wird aufgelöst.
Die "maritimen" Aufgaben werden durch das AG 51 "I" übernommen.
Tornadotypen der Deutschen Luftwaffe
- Tornado IDS: IDS = Interdiction Strike; Hauptversion des Tornado. In Deutschland stationiert beim
JaboG 31 "Boelcke" in Nörvenich, beim JaboG 33 in Cochem / Büchel, sowie beim JaboG 38 in Jever (wird aufgelöst)
und beim Marinefliegergeschwader 2 in Eggebek(wird aufgelöst). Die Ausbildung findet in Holloman (USA) statt, wo
eine Staffel IDS stationiert ist. Einige weitere Maschinen mit Doppelsteuerung sind zudem beim JaboG 32 in Lechfeld
zu Ausbildungszwecken vorhanden. Weitere Nutzer waren die bereits aufgelösten Marinefliegergeschwader 1 in Jagel
sowie das Jagdbombergeschwader 34 "Allgäu" in Memmingen.
- Tornado Recce: Ausschließlich beim Aufklärungsgeschwader 51 Immelmann in Jagel/Kropp stationiert.
- Tornado ECR: ECR = Electronic Combat Recconaisance. Es wurden nach Auslieferung der IDS weitere 25
Maschinen bestellt, welche mit speziellen Sensoren ausgestattet sind und somit feindliche Radarstellungen erkennen,
identifizieren und bekämpfen können. Derzeit nur beim Jagdbombergeschwader 32 in Lagerlechfeld stationiert.
Der Tornado wurde von der deutschen Luftwaffe, sowohl im Bosnien-Konflikt, als auch im Kosovo-Krieg, zu
Aufklärungszwecken sowie für die Bekämpfung feindlicher Radarstellungen eingesetzt.

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Hanhart
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Dass eine Uhren-Manufaktur aus dem traditionsreichen Uhrenland Schweiz nach Deutschland übersiedelt, ist in der
Geschichte wahrlich nicht oft passiert. Und dass dieses Unternehmen auch noch erfolgreich wird, noch seltener. Hanhart
ist so ein Fall. Gegründet 1882 im schweizerischen Diessenhofen, produziert Hanhart seit fast 90 Jahren im Schwarzwald
(Gütenbach nahe Schwenningen) seine hochwertigen Stücke. Neben Chronographen, klassischen Armband- und Taschenuhren
stellte Hanhart bis zum und im Zweiten Weltkrieg vor allem Fliegerchronographen her. Sie war wegen ihrer Präzision und
Zuverlässigkeit bei Berufspiloten und Fliegern der deutschen Luftwaffe besonders begehrt. Markenzeichen sind die drehbare
Lünette, die ungleichen Drückerabstände und das unverwechselbare Lederband mit Nieten.
Heute werden in Gütenbach mechanische und elektronische Zeitmessgeräte entwickelt und hergestellt, unter anderem Replika
der historischen Fliegerchronographen (deren Produktion 1962 eingestellt wurde). Auch die klassischen Armbanduhren und Chronographen
werden wieder produziert und bilden im Lieferprogramm von Hanhart ein wichtiges zweites Standbein.

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Laco by Lacher
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Ebenfalls aus der Uhren- und Schmuckstadt Pforzheim kommt der Hersteller Laco, der seit 1925 am Markt Spezialist für
Fliegerchronographen ist. Schon im Zweiten Weltkrieg produzierte Laco, neben wenigen anderen, für die deutsche Luftwaffe
die so genannte Beobachteruhr, die unter allen Fliegeruhren wohl die bekannteste ist. Markenzeichen der Beobachteruhren aus
Pforzheim waren höchste Verarbeitungsqualität und Ganggenauigkeit. Die Bezeichnung FL 23883 wies die Uhren in den
Kriegsjahren als Navigationsgeräte; das begehrte Siegel wurde nach umfangreichen Tests durch das Reichsluftfahrt-Ministerium
auf der gegenüberliegenden Seite der Krone angebracht. Durch die serienmäßige Unruhestoppvorrichtung konnte
jederzeit der Sekundenzeiger zeitgenau angehalten werden. In Verbindung mit einem Octanten war somit für die
Flugzeugbesatzung eine genaue Positionsbestimmung problemlos möglich. Die markante Zwiebelkrone musste auch mit Handschuhen
einfach zu bedienen, das große Zifferblatt auch unter widrigen Umständen stets tadellos ablesbar sein. Zu jener Zeit
eine Notwendigkeit, Heizung und Innenleuchten gehörten schließlich nicht zum Standard der damaligen Flugzeugtypen.
Aus Sicherheitsgründen wurde das Armband doppelt genietet: Die Beobachteruhr wurde im Einsatz über der Fliegerkombination
getragen.
Laco stellt auch heute noch in seiner Pforzheimer Manufaktur solche Beobachteruhren her. Bis ins Detail gleicht die „Beobachteruhr
Deutsche Luftwaffe WWII“ (Ref. 861334) den Stücken der Kriegsjahre, und auch andere Fliegeruhren erinnern in ihrem Design an
die der historischen deutschen Piloten. Wohltuend verweigert sich das Unternehmen, das von Andreas Günther geführt wird,
Mainstream und Modeerscheinungen, legt höchsten Wert auf Tradition und herausragende Uhrmacher-Qualitäten und steht zu
seiner althergebrachten klassischen Ausrichtung. Und so ist Laco ein Fels in der Brandung in Zeiten, die vor modischen, aber wertlosen
Zeitmessern nur so wimmelt. Wir haben für Sie drei Fliegeruhren aus dem Laco-Programm ausgewählt – Sie werden begeistert
sein.

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Lesley Irvin- Pionier des modernen Fallschirms
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Der erste überlieferte Entwurf eines Fallschirms stammt von Leonardo da Vinci. Andere Renaissance-Denker nach ihm
hatten die Vision, damit Menschen aus brennenden Häusern zu retten. Das Grundprinzip war einfach: die nach unten
gerichtete Erdanziehungskraft sollte durch den nach oben wirkenden Luftwiderstand des Schirms aufgehoben werden. Für
drei Jahrhunderte allerdings blieb die Idee ein reines Gedankenmodell.
Die erste öffentliche Vorführung fand 1797 in Paris statt. André Jacques Garnerin klinkte den Korb seines Ballons aus
und schwebte in ihm am Fallschirm zu Boden. Fallschirmspringen hatte immer auch mit Show und Zirkus zu tun. Die
waghalsigen Kunstflug-Vorführungen, die nach Ende des ersten Weltkriegs in den USA populär waren, endeten häufig mit
spektakulären Fallschirmabsprüngen.
Einer der bekanntesten Springer war ein Luftakrobat mit dem Spitznamen "Skyhigh" Irvin. Seinen ersten Sprung wagte er
als 14-jähriger aus einem Ballon, und bald trat er mit seiner Kunst in Hollywood-Filmen auf. Als 23-jähriger war Lesley
Irvin der wohl erfahrenste Springer in Amerika - und wurde von der Air Force für einen gefährlichen Test-Sprung ausgewählt,
der Geschichte machen sollte. Im April 1919 sollte er mit einem Schirm auf dem Rücken abspringen, dessen Reißleine
nicht mehr am Flugzeug befestigt war. Nach freiem Fall sollte er selbst die Leine ziehen. Viele fürchteten, er würde
im freien Fall bewußtlos werden und dadurch nicht mehr in der Lage sein, die Leine zu ziehen. Der Konstrukteur des
Fallschirms aber, Floyd Smith, der auch das Flugzeug steuerte, war zuversichtlich.
Lesley Irvin und Floyd Smith hatten im Zirkus zusammen am Trapez gearbeitet und waren dabei aus großen Höhen ins Netz
gesprungen. Dabei waren sie keineswegs bewußtlos geworden - es hat sie, im Gegenteil, richtig "angeturnt". Es war der
erste Absprung mit einem manuell betätigten Fallschirm. Würde die Beschleunigung unerträglich werden, wie alle
Wissenschaftler und Ärzte vorhergesagt hatten? Würde er jegliches Zeitgefühl verlieren und mit dem Ziehen der Leine zu
lange warten? Und würde das Gewicht seines Körpers ausreichen, um den Fallschirm aus der Hülle zu ziehen?
Leine gezogen, Schirm geöffnet - alles nach Plan. Allerdings brach er sich ein Bein bei der Landung, aber das hatte
nichts mit dem Fallschirm zu tun. Lesley Irvin gelang es, seinen Sprung zu vergolden: er gründete die Irivin
Fallschirmfabrik, die schnell zum größten Hersteller der Welt wurde.

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Lewis Leather of London
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England ist bekannt für seinen schwarzen Humor, seine fantastischen Gärten und dem Sinn
für klassische Dinge. Stets auf der Suche nach dem guten Geschmack, sind wir wieder einmal auf
der „Insel“ fündig geworden.
Lewis Leather of London, eine traditionsreiche Lederfabrikation, produziert seit den Zwanzigern des
vorigen Jahrhunderts feinste Leder- und Baumwollbekleidung. Vom Flying Boot für die Royal Air Force
bis hin zu der Fliegerjacke von Sir Alex Hershawe, Lewis Leather repräsentierte stets das
Außergewöhnliche in Verbindung mit traditioneller Handarbeit.
In dem bekanten Filmepos „Battle of Britain“ trugen z.B. die Darsteller der deutschen Luftwaffen Piloten
lederne Lewis Leather Fliegerjacken. Die „Battle of Britain“ Filmjacke ist bis heute eine tragende Säule
des Sortiments. Unser Lewis Leather Shop umfasst klassische Fliegerjacken und traditionelle Lederjacken, ganz
in unserem Sinne, „Der Tradition des guten Geschmackes folgend“.
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Moleskin
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= englisches Wort für Maulwurfsfell.
Moleskin ist ein samtähnlicher Stoff, jedoch mit geringerer Florhöhe als Samt. Meist ist dieser
Stoff aus 100% Baumwolle. Seinen Namen hat dieser Stoff aufgrund der Ähnlichkeit zu
Maulwurfsfell.
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Was ist NOMEX®?
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NOMEX® ist die DuPont™ Entwicklung aus den 70er Jahren, eine Hochleistungsfaser aus einer patentierten Mischung
von 95% NOMEX® und 5% KEVLAR®, hochfestem Aramid.
Die besonderen Eigenschaften prädestinierten NOMEX® als Basis für hochwirksame Schutzbekleidung. NOMEX® bietet
ein Optimum an Flammenfestigkeit, Hitzeschutz, Chemikalienbeständigkeit und gutem Tragekomfort. Verglichen mit anderen
Fasern für Schutzbekleidung hat NOMEX® die längste Schutzwirkung gegen Flammen bis zum Erreichen der
Schmerzschwelle oder Verbrennungen 2. Grades. Das bedeutet, dass Träger von Schutzbekleidung aus NOMEX® beim
direkten Kontakt mit Flammen deutlich weniger durch Verbrennungen gefährdet sind.
Die Vorteile und Schutzwirkungen von NOMEX®:
Immanent und permanent flammhemmend
Verschafft Lebensrettenden Sekunden zur Flucht aus der Gefahrenzone
Selbstverlöschend, schmilzt nicht und tropft nicht
Bricht nicht auf durch seinen Anteil von 5% KEVLAR®
Geringes Wärmeleitvermögen
Hohe Festigkeit, geringes Gewicht
Geringer Abrieb und hohe Reißfestigkeit
Beständigkeit gegen Chemikalien
NOMEX® ist widerstandsfähig gegen aggressive Gase, Säuren, Laugen und Bleichmittel
Sicherer und dauerhafter Schutz
Vermeidet Verletzungen als Folge der Entzündung oder der Zerstörung des Gewebes
Haut wird nicht direktem Kontakt mit Flammen ausgesetzt
Wirksamer Schutz gegen Hitzeübertragung
Optimaler Schutz und Tragekomfort
Lange Lebensdauer der Kleidung
Ausgezeichnete hygienische Eigenschaften der Bekleidung
Kann bei in Maschinen gewaschen, oder trocken gereinigt werden.
Fett und Schmutz sind leicht zu entfernen
Die Feuerbeständigkeit wird durch Reinigung nicht beeinträchtigt.
Nomex ist enorm vielseitig. Daher findet dieses Material auch in verschiedensten Bereichen verwendung. U.a. in der
Medizintechnik
Bekleidung für Militär, Feuerwehr und Rennsport
Flug & Raumfahrttechnik
Industrie

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Red Wing Schuhe
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"Oil Tanned":
Red Wings werden aus einem vollnarbigen Premium Rindleder gefertigt. Das Red Wing Gerbverfahren
ist das Resulat der Mangelwirtschaft der Kriegsjahre. Anfang der 40er Jahre wurde die "Oil Tannned"
Gerbung für Red Wing patentiert.
"Oil Tanned" bedeutet "Mineralöl gegerbt". Durch diese Gerbverfahren erhöht sich der Fettgehalt
auf etwa 22%, normale Leder liegen bei 8-11%, wodurch die Stiefel extrem strapazierfähig
und wasserabweisend werden. Gleichzeitig wird das Leder sehr geschmeidig.
Rahmengenäht:
"Good year welted" oder "rahmengenäht" bezeichnet die von Andreas Eppler erfundene und von Charles
Goodyear junior patentierte maschinelle Fertigungsmethode. Die Goodyear Einstech- und
Aufdopplungsmaschine werden zum Nähen der beiden Bodennähte verwendet.
Die meisten hochwertigen Qualitätsschuhe werden heute nach diesem Verfahren hergestellt.
Tragekomfort und Passform:
Die entscheidende „Größe“ ist die Passform. Soll bedeuten: „Breite vor Länge“. Sind Sie
großzügig bei der Größenwahl, sollten sie zwischen 2 Größen schwanken,
wählen sie bitte eher zu groß als zu klein. Red Wings müssen eingetragen werden, verwöhnen
Sie aber nach dieser Phase mit Stehvermögen und Tragekomfort.
Eine Empfehlung noch zum Tragekomfort Ihrer RW Schuhe: Bevorzugen Sie feste, feuchtigkeitsabsobierende Socken
beim Tragen von Red Wings. Da Red Wings kein separates Innenfutter haben, steigern sie dadurch nicht nur den
Tragekomfort, sondern verbessern auch das Klima in Ihrem Stiefel. Sowohl im Sommer, als auch im Winter.
Ihre Füße werden es Ihnen danken.
Pflegehinweise:
Durch die ausschließliche Verwendung von Vollleder wird die Widerstandsfähigkeit der Materials extrem
erhöht. Die traditionelle Gerbung macht die Schuhe unempfindlich gegenüber Flüssigkeit und den
Unbilden des Alltags. Regelmäßige Pflege tut trotzdem „Not“ und verlängert die Lebensdauer Ihrer
Schuhe.
Benutzen Sie regelmäßig Öle und Fette und Ihre Red Wings bedanken sich mit einem langen
Durchhaltevermögen. Übrigens ist die „Patina“ ein typisches Zeichen hochwertiger Red Wings.

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Ri Ri
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Das Unternehmen Ri Ri gilt als Erfinder des modernen Reißverschlusses. Die Stücke aus der Schweizer Manufaktur
können ohne weiteres als die „Bentleys der Zipper“ bezeichnet werden, das ausgezeichnete Material garantiert ein
langjähriges sauberes Greifen und Gleiten der Reißverschlüsse.
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Schott NYC "Perfecto"
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Ein große Wurf gelang ihnen 1928 mit der Motorrradjacke Perfecto. Die Schott Pefecto war die erste moderne
Motorradjacke, ausgerichtet auf die Bedürfnisse des Fahrers und klassisch im Design. Alle nachfolgenden
Motorradjacken verschiedenster Hersteller orientierten sich an dieser Lederjacke.
Der große Durchbruch für die Perfecto kam aber 1953. In dem Hollywood Streifen "The Wild One" verkörperte Marlon
Brando ein aufrührerischen Jugendlichen. Die Schott Perfecto war sein vollkommenes Rebellenoutfit, und die Jacke
wurde in den Fünfzigern zur Uniform der aufbegehrenden Jugend.
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Royal Flying Corps
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Im Mai 1890 wird die Ballon-Einheit der Royal Engineers gegründet. In Eastchurch, in der Grafschaft Kent,
eröffnete die britische Marine im Dezember 1911 eine Flugschule.
Auf Grund einer königlichen Anordnung gründete das britische Militär am 13. April 1912 das Royal Flying Corps,
kurz RFC. Zum RFC gehörte eine Armee-, eine Marine- und eine Reserveeinheit, eine zentrale Flugschule in
Upavon, Wiltshire, und die königlichen Flugzeugwerke in Farnborough. Am 13. Mai 1912 wird die Ballon-Einheit
der Royal Engineers dem RFC unterstellt.
Das Motto des RFC lautete Per Ardua ad Astra.
Die Marineeinheit des RFC wurde am 1. Juli 1914 unter dem Namen Royal Naval Air Service, kurz RNAS, abgespalten.
Dies geschah, weil die Flugzeuge nicht unter der Kontrolle einer Heer-Abteilung stehen sollten. Im September
des Jahres werden die ersten Geschwader aufgestellt. Um die Konflikte zwischen dem RFC und dem RNAS über die
knappen Flugzeuge und Materiallien zu entscheiden wird das Air Board am 17. Mai 1916 gegründet.
Am 1. April 1918 wurde die Royal Air Force als Zusammenschluß aus RFC und RNAS gegründet.

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Thinsulate
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Vor 25 Jahren wurde Thinsulate Insulation als “Wärme ohne füllige” Isolierung eingeführt. Es hat die
Textilindustrie beinahe über Nacht revolutioniert. Dank der fortlaufenden Weiterentwicklung durch 3M ist Thinsulate
heutzutage die wärmste am Markt verfügbare Isolierung für Bekleidung.
Wenn gleiche Füllstärken miteinander verglichen werden stellt sich heraus, dass es ca. 1-1,5 mal wärmer
als Daune und ungefähr doppelt so warm wie andere hochbauschige Materialien ist. Weil Thinsulate weniger als 1% seines
Gewichtes an Wasser aufsaugt, behält es seine isolierende und wärmende Wirkung auch unter feuchten Bedingungen bei.
Die Isolierungen wirken in 2 Richtungen: Zuerst wird Luft eingeschlossen. Je mehr Luft, desto effizienter die Isolierung. Und
zum zweiten durch die Reflektion der körpereigenen Wärme.
Die außergewöhnlichen Microfasern von Thinsulate sind ca. 10 mal kleiner als andere, vergleichbare Fasern, was
bedeutet sie schließen wesentlich besser Luft ein.....und halten Sie besser warm.

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Thorogood Boots by Weinbrenner Shoe Company
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Sie gilt als einer der führenden Hersteller der US-amerikanischen Schuhindustrie, als Pionier und Experte in der Produktion
hochwertiger Arbeits- und Sicherheitsschuhe und blickt auf die Erfahrung von fast 120 Jahren zurück: die Weinbrenner Shoe
Company. Das 1892 in Milwaukee im Bundestaat Wisconsin gegründete Unternehmen stellt neben Arbeits- und Sicherheitsschuhen
auch Spezialanfertigungen für Polizei, Armee und Feuerwehr her. Mit der Thorogood American Heritage Work Serie verweist
Weinbrenner nun unter dem Motto „Back to the roots“ auf seine eigene Geschichte. Die Stiefel aus Mineralöl gegerbtem,
vollnarbigem Premium-Rindsleder in klassischem Design sind auf der ganzen Welt als hochwertiger und robuster Freizeitschuh
beliebt.
Der hohe Anteil an Handarbeit und ständige Kontrollen machen die Qualität von Thorohgood-Schuhen aus, die ihren
Träger ein Leben lang begleiten.
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Yankee Station
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Yankee Station (auch "Point Yankee") ist die Position vor Vietnam, von der aus die Flugzeugträger die
Missionen starteten. Sie befindet sich 160 km (100 Meilen) entfernt vor der Küste von Da Nang und den Paracel
Inseln:
16° nördliche Breite / 110° östlicher Länge
Lederqualitäten
Pflegehinweise
Größentabelle
Manufakturjacke
Rückenbemalung
Häufige Fragen
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